Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Noch nie war es jedoch um die gesundheitlichen Aussichten dieser Generation so schlecht bestellt: Schlechte Essgewohnheiten und vor allem mangelnde Bewegung bedingen einen erschwerten Start in die Zukunft.

Viele Kinder sind übergewichtig, motorisch schlecht ausgebildet, psychisch unausgeglichen.

Deutschland steuert auf amerikanische Verhältnisse zu: Dort sind bereits 31% der Kinder und Jugendlichen übergewichtig und fettsüchtig. In Deutschland sind es immerhin schon 15%. Es ist angesichts der veränderten Lebensgewohnheiten auch kein Wunder, das sich die Situation in der Kinderstube verändert hat: Fernseher, Computer, Playstation & Co. haben seit geraumer Zeit Einzug in deutsche Kinderzimmer erhalten. Nach einer Interner Linkzur GFK-Statistik über FernsehverweildauerGFK-Untersuchung beläuft sich die tägliche Verweildauer vor dem Fernseher auf bis zu 4 Stunden - Computer etc. nicht mitgerechnet. Das ist beinahe so viel, wie die Zeit, die die Kinder in der Schule verbingen.

Das gravierende Problem: Stoffwechsel findet nicht statt

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In dieser Zeit wird zwar das Gehirn beansprucht (und trainiert), muskulärer Stoffwechsel jedoch findet nicht statt: Das ständige Sitzen verurteilt die Muskeln zum Stillhalten, obwohl der Körper so dringend ein hohes Pensum an Bewegung bräuchte. Aktuelle Kampagnen und Aktionen betonen zwar die Notwendigkeit von Bewegung und gesunder Ernährung. In ihrer Konsequenz beschränken sich die Aktionen inhaltlich jedoch auf veränderte Ernährungsgewohnheiten. Dass mehr Bewegung notwendig ist, wird vorausgesetzt. Allein an den Konzepten dazu mangelt es.
Trampolin für Kinder
Studie der Universität Würzburg

In einer Studie der Bayrischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg mit 25 Kindergartenkindern, welche über einen Zeitraum von 9 Wochen ein regelmäßiges Übungsprogramm auf einem hochelastischen Trampolin (Medi-Swing) absolvierten, verbesserten sich die motorischen Leistungen der Kinder signifikant gegenüber einer Kontrollgruppe ohne Trampolinübungen, die dafür aber gleichzeitig ein normales sportpädagogisches Kindertraining mit herkömmlichen Methoden absolvierten.

Siegel der Universität Würzburg

Die „Trampolinkinder“ (Stadtmitte) hatten als Ausgangsniveau den „Motorischen Quotienten“ 95 eine geringere Leistungsfähigkeit als die „Kontrollkinder“ (Stadtrand), die 98 vorweisen konnten.

Nach 9 Wochen hatte die „Trampolinkindergruppe“ mit einem „Motorischen Quotienten“ von 107 die „Kontrollkindergruppe“ mit 103 deutlich überholt.

Fazit:

Durch den hohen Spaßfaktor wurde das hochelastische Trampolin von den Kindern immer wieder freiwillig zum Spielen und Schwingen benutzt. Sie haben damit unbewußt ihre Kondition gesteigert.

(Quelle: Hilsenbeck, Universität Würzburg)
CHILT-Studie der Sporthochschule Köln
Väter, die regelmäßig sportlich aktiv sind, haben die schlankesten Kinder. Das geht aus der CHILT-Studie (Children's Health Interventional Trial) der Deutschen Sporthochschule Köln hervor, die den Zusammenhang zwischen dem Freizeitverhalten von Eltern und der körperlichen Aktivität sowie dem Körpergewicht der Kinder untersucht.

Erste Ergebnisse belegen, dass die Kinder der sportlichsten Väter den niedrigsten Body-Mass-Index (BMI) aufwiesen. Aktive Eltern sind Vorbild, sie fördern Sport und gesunde Ernährung auch bei ihren Kindern.

(Quelle (Text, Bild): Focus 50/2003, S. 16)
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